Kehraus

Kehraus

Nach dem Ausleihen steht der Film 48 Stunden lang zum Ansehen bereit.

Sprache DE
Untertitel EN
Genre Dokumentarfilm
Land Deutschland
Jahr 1990
Regie Gerd Kroske
Produktion DEFA-Studio für Dokumentarfilme GmbH
Länge 29 Minuten

Die Langzeitbeobachtung der KEHRAUS-Trilogie beginnt 1990, kurz nach der Wiedervereinigung. Die Protagonist*innen Henry, Stefan und Gabi, die Gerd Kroske vor der Kamera versammelt, sind zwangsweise als Kehrer*innen bei der Straßenreinigung in Leipzig angestellt. Die drei Filme erzählen zusammen eine Geschichte wachsender Verarmung, von einem durchritualisierten Alltag und leerlaufender Geschäftigkeit zwischen Wohnung, Sozialamt und Kneipe.

Die Stadt Leipzig machte mit ihren friedlichen Montagsdemonstrationen vor dem Fall der Berliner Mauer im Herbst 1989 Schlagzeilen. Die damalige Begeisterung wurde durch den hektischen Wahlkampf im Frühjahr 1990 abgelöst. Die nächtlichen Gespräche mit den drei Straßenkehrer*innen Gabi, Henry und Stefan, deren Leben sich zwischen Kinderheimen und Gefängnis abspielte, sind geprägt von Hoffnungslosigkeit und gebrochenem Selbstbewusstsein, aber auch von einem ausgeprägten Gespür für die Veränderungen des gesellschaftlichen und politischen Klimas in Ostdeutschland.

Über die KEHRAUS-Trilogie: 

Bei einem Besuch in Leipzig im Sommer 1989 lernte der Regisseur Gerd Kroske drei Straßenreiniger*innen kennen. Er arbeitete gemeinsam mit ihnen fast zwei Wochen lang in der Nachtschicht und beschloss, ihr Leben zu dokumentieren. Erste Szenen mit ihnen erscheinen in LEIPZIG IM HERBST (DDR, 1989, Co-Regie mit Andreas Voigt), einem Dokumentarfilm über die Montagsdemonstrationen in Leipzig. Im Frühjahr 1990 kehrte Kroske zurück, um den historischen Moment und das Erbe der Wende zu dokumentieren. Er drehte KEHRAUS, den ersten Teil seiner hochgelobten Kehraus Trilogie (1990–2006), ein Langzeitbeobachtungsprojekt, das sich auf das Leben der Straßenkehrer*innen konzentriert und den sozialen Abstieg während der Wende und darüber hinaus dokumentiert.

Bild © DEFA-Studio

Nach dem Ausleihen steht der Film 48 Stunden lang zum Ansehen bereit.